Was kann ich tun?

Berate dich mit Freunden, Erwachsenen, einer Beratungsstelle

Nutze die Erwachsenen oder professionellen Helferinnen, die mit Wissen, Erfahrung und tatkräftiger Unterstützung hilfreich sein können. Wenn ihr mehrere Freunde seid, könnt ihr die Aufgaben verteilen, dann wird es einem allein nicht zu viel. Wer spricht den Freund/die Freundin an? Wer erkundigt sich bei den eigenen Eltern, wie sie vorgehen würden? Wer ruft bei einer Beratungsstelle an und lässt sich beraten oder einen Termin für eine Beratung geben?

Hole Informationen ein

Mache dich klug! Sprich mit deinen Eltern, rufe im Jugendamt oder in einer Beratungsstelle an, beschreibe deine Beobachtungen, erzähle von deinen Befürchtungen und bringe in Erfahrung, welche die nächsten Schritte sein könnten.

Biete deine Begleitung an

Vielen fällt es schwer, sich Hilfe zu holen. Sie schämen sich, sind aufgeregt und fürchten nicht das Richtige zu sagen, sie haben Angst, nicht verstanden oder nicht ernst genommen zu werden. Du kannst niemandem die Entscheidung abnehmen, ob er oder sie sich helfen lassen will. Deine Begleitung aber kann es entscheidend leichter machen, Hilfe anzunehmen.

Handle für den anderen

Veränderung kann nur im Ausnahmefall von außen erzwungen werden.

Im Notfall aber sollte man für den Anderen handeln. Wenn du z.B. Zeugin von Gewalt wirst, rufe die Polizei. Wenn deine Freundin durchdreht und droht sich umzubringen, rufe die Feuerwehr. Erst wenn die akute Gefahr vorbei ist, kann geredet und nach Lösungen gesucht werden