Was tun? Drei Beispiele

Beispiel 1: Dein Vater  prügelt auf deine Mutter ein und du willst, dass das sofort aufhört:

  • Versuche nicht, dazwischen zu gehen, lass andere die gewalttätige Situation beenden.
  • Rufe die Polizei.
  • Verlasse die Wohnung, gehe zu einem Nachbarn, einer Freundin, einer Verwandten und rufe von da aus die Polizei.
  • Rufe andere Erwachsene zu Hilfe

Beispiel 2: Deine Mutter und ihr Freund streiten heftig, deine kleine Schwester weint, du wirst angeschrieen, dass du dich raushalten sollst, sonst setzt es was.

  • Wenn du Angst hast, geschlagen zu werden oder zugucken zu müssen, wie andere sich schlagen, musst du das nicht aushalten.
  • Du kannst Hilfe herbeirufen.
  • Du kannst die Wohnung verlassen und an einen sicheren Ort gehen.
  • Du kannst bei Beratungsstellen anrufen und jemanden bitten, mit deiner Mutter und ihrem Freund zu reden und/oder zu kommen.
  • Wenn du die Wohnung verlassen kannst, dich aber um deine kleine Schwester sorgst, kannst du den Kindernotdienst anrufen und bitten, dass er sich um sie kümmert.

Beispiel 3: Du leidest seit langem darunter, dass deine Eltern übertrieben streng sind. Sie lassen dich nur zur Schule gehen, ansonsten musst du zu Hause sein. Du hast kein Handy und keinen Internetanschluss und darfst nur mit ihrer Erlaubnis telefonieren:

  • Nutze die Zeit, die du in der Schule bist.
  • Wende dich an deine Lehrerin oder an die Schulsozialarbeiterin. Die werden dich unterstützen und dafür sorgen, dass du in Sicherheit gebracht wirst.
  • Wenn du Angst hast, vor der Schule abgefangen zu werden, kannst du vom Kinder- oder Jugendnotdienst von da abgeholt werden.